Tanja George ist eine deutsch-österreichisch geprägte Künstlerin, Filmemacherin und Bildhauerin, deren Lebensweg deutlich vielseitiger ist, als es der berühmte Familienname zunächst vermuten lässt. Geboren in Wien und aufgewachsen in Deutschland, entwickelte sie ihre berufliche Identität zunächst im Journalismus und Film, bevor die Bildhauerei zu einem wichtigen Schwerpunkt ihres kreativen Schaffens wurde. Ihre offizielle Künstlerbiografie beschreibt Stationen von der Arbeit für das Magazin Esquire über ein Filmstudium in Australien bis hin zu internationalen Ausstellungen. (Tanja George)
Besondere Aufmerksamkeit erhält ihre Biografie auch durch ihre Familie. Ihr Vater war der deutsche Schauspieler Götz George, ihre Mutter die österreichische Schauspielerin Loni von Friedl. Trotzdem entschied sich die Tochter nicht für eine klassische Schauspielkarriere. Stattdessen führte ihr Weg hinter die Kamera und später in die bildende Kunst. Gerade diese Entwicklung macht ihre Geschichte interessant: Sie steht für eine kreative Laufbahn, die nicht einfach die Karriere der Eltern wiederholt, sondern eigene Ausdrucksformen sucht.
Herkunft und familiärer Hintergrund
Die familiären Wurzeln von Tanja George liegen in einer bekannten europäischen Schauspielerfamilie. Ihr Vater Götz George gehörte über Jahrzehnte zu den prägenden deutschen Schauspielern und wurde insbesondere durch seine Darstellung des Duisburger Kommissars Horst Schimanski einem breiten Publikum bekannt. Ihre Mutter Loni von Friedl ist ebenfalls Schauspielerin und stammt aus Österreich. Die Ehe der beiden bestand von 1966 bis 1976. (Wikipedia)
Tanja George wuchs damit in einem Umfeld auf, in dem Film, Theater und Fernsehen keine fremden Welten waren. Gleichzeitig entwickelte sie schon früh eigene Interessen. Ihre spätere Laufbahn zeigt, dass sie die kreative Atmosphäre ihrer Familie zwar aufnahm, aber nicht einfach den Weg ihrer Eltern kopierte. Statt selbst dauerhaft vor der Kamera zu stehen, interessierte sie sich für journalistische Arbeit, Filmproduktion, Regie und schließlich Skulptur.
Der Familienname öffnete sicherlich Türen zur Medienwelt, doch ihre beruflichen Stationen zeigen vor allem Eigenständigkeit. Die offizielle Biografie auf ihrer Künstlerwebsite beschreibt eine Entwicklung, die von Deutschland nach Australien und vom Film zunehmend zur bildenden Kunst führte. (Tanja George)

Kindheit zwischen Deutschland und Österreich
Die Künstlerbiografie von Tanja George gibt Wien als Geburtsort an. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie überwiegend in Deutschland. Diese Verbindung zwischen Österreich und Deutschland ist ein wichtiger Teil ihrer persönlichen und kulturellen Prägung. Später kam mit Australien noch eine weitere kulturelle Perspektive hinzu. (Tanja George)
Gerade diese unterschiedlichen Lebensräume spiegeln sich in ihrem beruflichen Weg wider. Sie bewegte sich nicht ausschließlich innerhalb der deutschen Filmbranche, sondern suchte neue Erfahrungen außerhalb Europas. Der Schritt nach Australien im Jahr 1989 war deshalb ein wichtiger Wendepunkt. Dort konnte sie ihre Interessen an Film, Fotografie, Malerei und Bildhauerei in einem neuen Umfeld weiterentwickeln.
Die Entscheidung für Australien war mehr als ein geografischer Wechsel. Sie bedeutete auch eine Veränderung des beruflichen und künstlerischen Umfelds. Aus einer jungen Frau mit familiärer Verbindung zur deutschen Schauspielwelt wurde eine international arbeitende Kreative, die verschiedene Medien miteinander verband.
Ausbildung in Australien
Nach ihrem Umzug nach Australien beschäftigte sich Tanja George intensiv mit Fine Art. Ihre Ausbildung umfasste unter anderem Fotografie, Film, Malerei und Skulptur. Besonders wichtig war das Victorian College of the Arts, an dem sie 1995 einen Bachelorabschluss in Film und Fernsehen erwarb. (Tanja George)
Die Ausbildung erklärt einen wichtigen Aspekt ihrer späteren Kunst: Sie denkt nicht ausschließlich in traditionellen Kategorien. Filmische Bildsprache, fotografische Wahrnehmung und plastische Formen können miteinander verbunden werden. Diese Kombination ist besonders interessant, weil sie zeigt, wie Erfahrungen aus einem Medium später in ein anderes übertragen werden können.
| Bereich | Bekannte Information |
|---|---|
| Geburtsort | Wien, Österreich |
| Aufgewachsen | Deutschland |
| Umzug nach Australien | 1989 |
| Studium | Fine Art und Film |
| Hochschule | Victorian College of the Arts |
| Abschluss | Bachelor of Film and Television, 1995 |
| Frühere Tätigkeit | Journalismus und Filmarbeit |
| Späterer Schwerpunkt | Bildhauerei und bildende Kunst |
| Wohn- und Arbeitsbezug | Australien |
Die Ausbildung war damit eine Grundlage für mehrere kreative Phasen. Sie machte nicht nur Filmprojekte möglich, sondern schuf auch das technische und konzeptionelle Fundament für die spätere Arbeit mit Skulpturen.
Der Weg vom Journalismus zum Film
Vor ihrer intensiveren Beschäftigung mit Film arbeitete Tanja George als Journalistin für Esquire. Diese Erfahrung ist bemerkenswert, weil journalistisches Arbeiten eine andere Art der Beobachtung verlangt als klassische bildende Kunst. Recherche, Menschenbeobachtung, visuelle Gestaltung und das Erzählen von Geschichten können jedoch miteinander verbunden werden. (Tanja George)
Der Wechsel in Richtung Film war daher eine nachvollziehbare Erweiterung ihrer bisherigen Interessen. Statt Geschichten ausschließlich mit Text zu erzählen, konnte sie nun Bilder, Bewegung, Ton und Montage einsetzen. Mehrere Kurzfilme entstanden, die laut ihrer offiziellen Biografie auf Filmfestivals in verschiedenen Teilen der Welt gezeigt wurden.
Auch hier zeigt sich eine wiederkehrende Linie ihrer Karriere: Sie bewegte sich zwischen verschiedenen Formen des visuellen Erzählens. Journalismus, Film und Skulptur wirken auf den ersten Blick unterschiedlich, haben aber eine gemeinsame Grundlage. Alle drei Bereiche beschäftigen sich mit Beobachtung, Auswahl, Perspektive und der Frage, wie eine Idee für ein Publikum sichtbar gemacht werden kann.
Filme und dokumentarische Arbeiten
Ein wichtiger Teil ihrer frühen kreativen Laufbahn bestand aus Kurzfilmen und dokumentarischen Projekten. Zu den genannten Arbeiten gehört die Fernsehdokumentation Death and Passion, die in Spanien gedreht wurde. Außerdem reiste sie nach Angaben ihrer Künstlerbiografie rund 9.000 Kilometer durch Australien, um eine Reisedokumentation für das deutsche Fernsehen zu realisieren. (Tanja George)
Diese Projekte zeigen, dass ihre Filmkarriere nicht nur auf Studioarbeit ausgerichtet war. Reisen, reale Schauplätze und unterschiedliche kulturelle Eindrücke spielten ebenfalls eine Rolle. Dokumentarisches Arbeiten verlangt dabei eine besondere Mischung aus Planung und Offenheit, weil reale Situationen nicht vollständig kontrolliert werden können.
Ein weiterer archivierter Hinweis betrifft den Kurzfilm Freud. Das Melbourne International Film Festival führt den Film aus dem Jahr 1991 unter ihrem Namen; er gehörte 1992 zum Festivalprogramm. (Frisch Magazin) Solche Archivnachweise ergänzen das Bild einer Filmemacherin, die bereits während ihrer frühen australischen Jahre eigene Projekte realisierte.
Der Übergang zur Bildhauerei
Mit der Zeit verlagerte sich der kreative Schwerpunkt von Film stärker in Richtung Skulptur. Diese Entwicklung war kein kompletter Bruch mit ihrer bisherigen Arbeit. Vielmehr lassen sich Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Medien erkennen. Fotografie beschäftigt sich mit Fläche und Moment, Film mit Bewegung und Zeit, während Skulptur Raum, Material und Körperlichkeit in den Mittelpunkt stellt.
Die spätere Arbeit von Tanja George ist besonders durch die Vielfalt der verwendeten Materialien geprägt. Auf ihrer Künstlerwebsite werden unter anderem Bronze, industrielle und mechanische Komponenten, Fotografien sowie Verpackungsmaterialien genannt. (Tanja George)
Diese Materialvielfalt macht ihre Skulpturen konzeptionell interessant. Bronze steht beispielsweise für Dauerhaftigkeit und klassische Bildhauerei, während industrielle Bestandteile einen modernen oder technischen Charakter vermitteln können. Fotografien und Verpackungsmaterialien bringen wiederum Elemente aus dem Alltag in die Kunst.
Ein eigener Stil aus unterschiedlichen Materialien
Die Kombination verschiedener Materialien gehört zu den auffälligsten Merkmalen ihrer künstlerischen Entwicklung. Statt sich auf einen einzigen Werkstoff zu beschränken, verbindet sie unterschiedliche Oberflächen, Formen und Bedeutungen. Dadurch entsteht eine Kunst, die zwischen klassischer Skulptur und zeitgenössischer Objektkunst angesiedelt werden kann.
Gerade der Einsatz von Alltagsmaterialien eröffnet zusätzliche Interpretationsmöglichkeiten. Ein Gegenstand, der im normalen Leben unscheinbar erscheint, kann innerhalb einer Skulptur eine völlig andere Wirkung bekommen. Das Material wird nicht nur als Werkstoff verwendet, sondern kann Teil der Geschichte eines Kunstwerks werden.
Ihre Arbeit lässt sich deshalb nicht ausschließlich über den Begriff „Bildhauerin“ erklären. Der Hintergrund in Film und Fotografie erweitert die Perspektive. Die Skulptur wird zum visuellen Medium, in dem Form, Material und Erinnerung zusammenkommen.
Ausstellungen und künstlerische Anerkennung
Die bildhauerische Arbeit von Tanja George wurde in verschiedenen Ausstellungen in Australien präsentiert. Nach Angaben ihrer offiziellen Biografie nahm sie an unterschiedlichen Ausstellungen teil und erhielt unter anderem den ersten Preis bei den INSPIRED Art Awards. Mehrere ihrer Skulpturen wurden außerdem mit „Highly Commended“ ausgezeichnet. (Tanja George)
Solche Auszeichnungen sind vor allem deshalb relevant, weil sie zeigen, dass ihre Kunst nicht nur im Zusammenhang mit ihrer berühmten Familie wahrgenommen wurde. Sie erhielt Anerkennung für konkrete künstlerische Arbeiten. Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen öffentlicher Bekanntheit durch einen Familiennamen und einer eigenständigen Anerkennung innerhalb der Kunstwelt.
Ihre Ausstellungen zeigen zudem die langfristige Entwicklung von einer Filmemacherin zu einer bildenden Künstlerin. Die Bildhauerei wurde nicht zu einem kurzfristigen Nebenprojekt, sondern zu einem wesentlichen Bestandteil ihrer späteren kreativen Identität.
Das Projekt für das Sydney Park Hyatt
Zu den besonders bemerkenswerten Aufträgen gehört eine Serie von 16 Skulpturen für das Sydney Park Hyatt. Die offizielle Biografie nennt diesen Auftrag ausdrücklich als Teil ihrer künstlerischen Arbeit. (Tanja George)
Ein solcher Auftrag unterscheidet sich von einer freien Ausstellung. Bei einer Auftragsarbeit müssen künstlerische Vorstellungen mit einem konkreten architektonischen und räumlichen Umfeld verbunden werden. Die Werke müssen nicht nur als einzelne Objekte funktionieren, sondern auch mit der Atmosphäre eines Gebäudes harmonieren.
Das Projekt zeigt daher eine weitere Seite ihrer Karriere: die Fähigkeit, individuelle Kunst mit einem größeren räumlichen Konzept zu verbinden. Gleichzeitig unterstreicht es die professionelle Dimension ihrer Bildhauerei.
Die Verbindung zu Götz George
Der Name Tanja George bleibt eng mit dem ihres Vaters verbunden. Götz George war einer der bekanntesten deutschen Schauspieler seiner Generation. Seine Rolle als Horst Schimanski prägte insbesondere den deutschen Fernsehkrimi und wurde zu einem wichtigen Bestandteil seiner öffentlichen Identität. (Pforte)
Für die Tochter bedeutete diese familiäre Verbindung eine besondere Ausgangssituation. Dennoch entwickelte sie keinen Karriereweg als Schauspielerin. Ihre Geschichte ist deshalb weniger die einer klassischen Prominententochter als die einer Künstlerin, deren öffentliche Wahrnehmung immer wieder mit dem Vermächtnis ihres Vaters verbunden wird.
Ein gemeinsamer Fernsehauftritt von Vater und Tochter bei „Beckmann“ aus dem Jahr 2008 gehört zu den öffentlich dokumentierten Begegnungen. (IMDb) Dieser Auftritt ist interessant, weil er die familiäre Beziehung sichtbar machte, während ihre berufliche Laufbahn weiterhin weitgehend unabhängig von der Schauspielwelt blieb.
Das Verhältnis von Familie und eigener Identität
Bei Personen aus bekannten Künstlerfamilien wird häufig zuerst nach der berühmteren Generation gefragt. Im Fall von Tanja George lohnt sich jedoch eine andere Perspektive. Ihre Biografie zeigt, wie stark sich eine eigene Identität entwickeln kann, obwohl der Familienname mit einer bekannten Persönlichkeit verbunden ist.
Die Verbindung zu Götz George ist zweifellos ein Teil ihrer Geschichte, aber nicht ihre gesamte berufliche Biografie. Journalismus, Film, Dokumentation, Fotografie und Bildhauerei bilden zusammen ein eigenständiges kreatives Profil.
Gerade darin liegt die Besonderheit ihres Lebenswegs. Sie musste nicht vor der Kamera stehen, um Teil einer Künstlerfamilie zu bleiben. Stattdessen fand sie ihre Ausdrucksform hinter der Kamera und später im Atelier.
Die Götz George Stiftung und das künstlerische Vermächtnis
Nach dem Tod von Götz George im Jahr 2016 wurde die Bewahrung seines künstlerischen Erbes zu einem weiteren Bestandteil der öffentlichen Geschichte seiner Familie. Verschiedene Quellen berichten über die Verbindung von Tanja George zur Götz George Stiftung. (Bundes Tribune)
Besonders interessant ist dabei die Gestaltung der Skulptur für den Götz-George-Preis. Die Form des Preises orientiert sich an der Unterschrift ihres Vaters. Damit verbindet das Objekt persönliche Erinnerung mit einer klaren künstlerischen Gestaltung. (Bundes Tribune)
Diese Arbeit macht deutlich, wie Kunst Erinnerung bewahren kann. Eine Unterschrift ist normalerweise ein persönliches Zeichen auf Papier. Als dreidimensionale Skulptur erhält sie dagegen eine körperliche Präsenz. So wird aus einem grafischen Element ein Objekt, das bei einer Preisverleihung dauerhaft sichtbar sein kann.
Kunst als Verbindung von Erinnerung und Gegenwart
Die Verbindung zwischen Kunst und Erinnerung spielt in dieser Geschichte eine besondere Rolle. Ein Künstlerpreis trägt den Namen eines Schauspielers, während die dazugehörige Trophäe von dessen Tochter gestaltet wurde. Dadurch treffen familiäre Erinnerung und öffentliche Kulturförderung aufeinander.
Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil Götz George vor allem mit Film und Fernsehen verbunden wird, während seine Tochter aus einem anderen künstlerischen Bereich kommt. Die Skulptur schafft damit eine Brücke zwischen Schauspiel und bildender Kunst.
Ein passender Gedanke für diese Entwicklung stammt aus der offiziellen Künstlerbiografie: „In the fabrication of her sculptures Tanja uses a vast variety of materials“ – also eine große Vielfalt an Materialien. (Tanja George) Diese Materialvielfalt passt symbolisch zu einer Laufbahn, die ebenfalls verschiedene kreative Medien miteinander verbindet.
Warum ihre Geschichte über den Familiennamen hinaus interessant ist
Der Suchbegriff Tanja George wird häufig gemeinsam mit Götz George verwendet. Das ist angesichts ihrer familiären Verbindung verständlich. Wer jedoch nur nach dieser Beziehung sucht, bekommt lediglich einen kleinen Teil ihrer Geschichte.
Interessanter ist die Entwicklung ihrer eigenen Karriere. Sie begann journalistisch, wechselte zum Film, arbeitete an Dokumentationen und Kurzfilmen und fand später in der Bildhauerei ein dauerhaftes künstlerisches Zuhause. Diese Entwicklung zeigt eine ungewöhnlich breite kreative Ausbildung.
Auch der internationale Aspekt spielt eine wichtige Rolle. Durch den Umzug nach Australien wurde ihre Arbeit stark von einem anderen kulturellen Umfeld geprägt. Ihre Verbindung zu Deutschland blieb jedoch bestehen, unter anderem durch deutschsprachige Medienprojekte und später durch die Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Erbe ihres Vaters.
Öffentliche Informationen und Privatleben
Im Gegensatz zu vielen bekannten Persönlichkeiten steht das Privatleben von Tanja George nicht dauerhaft im Mittelpunkt der Medienberichterstattung. Verlässliche öffentliche Informationen konzentrieren sich überwiegend auf ihre Kunst, ihre Ausbildung, ihre Filmprojekte und ihre familiäre Verbindung zu Götz George.
Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen öffentlicher Bekanntheit und tatsächlicher medialer Präsenz. Ein bekannter Familienname bedeutet nicht automatisch, dass alle persönlichen Lebensbereiche öffentlich dokumentiert sind.
Bei biografischen Angaben sollte deshalb zwischen gut belegten Informationen und älteren oder nicht eindeutig bestätigten Behauptungen unterschieden werden. Besonders bei Partnerschaft, Kindern oder aktuellem Privatleben sind zurückhaltende Formulierungen sinnvoll, wenn keine belastbare aktuelle Quelle vorliegt.
Tanja George als Beispiel für eine internationale Künstlerkarriere
Die berufliche Entwicklung von Tanja George lässt sich auch als Beispiel für eine internationale Künstlerkarriere betrachten. Sie begann mit journalistischer Arbeit in Deutschland, zog nach Australien, studierte dort Film und Kunst und entwickelte anschließend eine eigenständige Position in der Bildhauerei.
Diese internationale Bewegung ist für Künstler besonders wertvoll, weil unterschiedliche kulturelle Erfahrungen neue Perspektiven schaffen können. Australien bot ihr einen anderen geografischen und kulturellen Ausgangspunkt als die deutsche Medienwelt, in der sie aufgewachsen war.
Gleichzeitig blieb ihre deutsche Herkunft ein Bestandteil ihrer beruflichen Geschichte. Ihre Dokumentararbeit für das deutsche Fernsehen und ihre Verbindung zum deutschen Kulturbereich zeigen, dass der Wechsel nach Australien keinen vollständigen Bruch mit Europa bedeutete.
Die Bedeutung von Film für ihre spätere Kunst
Film und Skulptur werden oft als sehr unterschiedliche Kunstformen betrachtet. Bei ihrer Biografie lassen sich jedoch interessante Überschneidungen erkennen. Film lehrt eine Künstlerin, auf Komposition, Perspektive, Bewegung und visuelle Wirkung zu achten. Bildhauerei erweitert diese Fähigkeiten um Material, Raum und Dreidimensionalität.
Die Erfahrung mit Kamera und Bildgestaltung kann deshalb auch bei der Entwicklung einer Skulptur hilfreich sein. Ein Objekt muss aus unterschiedlichen Blickwinkeln funktionieren und eine bestimmte Wirkung im Raum erzeugen. Diese räumliche Wahrnehmung gehört zu den zentralen Herausforderungen der Bildhauerei.
Die frühere Filmarbeit erklärt damit möglicherweise einen Teil der visuellen Sensibilität, die ihre spätere Kunst prägt. Sie wechselte zwar das Medium, blieb aber dem visuellen Erzählen treu.
Ein kreativer Weg ohne klassische Schauspielkarriere
Obwohl ihre Eltern Schauspieler waren, entschied sich Tanja George nicht für den klassischen Weg auf die Bühne oder vor die Kamera. Ihre wenigen öffentlichen Auftritte stehen nicht im Mittelpunkt ihrer beruflichen Identität. Stattdessen konzentrierte sie sich auf die kreative Arbeit hinter dem eigentlichen Rampenlicht.
Das macht ihre Biografie für Leser besonders interessant. Eine bekannte Familie kann Erwartungen erzeugen, aber nicht automatisch eine bestimmte berufliche Richtung bestimmen. In diesem Fall entwickelte sich aus dem familiären Umfeld eine eigene künstlerische Laufbahn.
Ihre Geschichte zeigt außerdem, dass kreative Berufe nicht immer linear verlaufen. Eine Person kann Journalist, Filmemacher und später Bildhauer sein, ohne dass diese Stationen voneinander getrennt betrachtet werden müssen. Sie können Teile einer gemeinsamen künstlerischen Entwicklung darstellen.
Die heutige Wahrnehmung ihrer Arbeit
Heute wird Tanja George vor allem über ihre Tätigkeit als Künstlerin und Bildhauerin wahrgenommen. Ihre offizielle Website stellt die bildende Kunst deutlich in den Mittelpunkt und dokumentiert sowohl ihre berufliche Entwicklung als auch ausgewählte Projekte. (Tanja George)
In Deutschland bleibt ihr Name gleichzeitig eng mit der Geschichte ihres Vaters verbunden. Das ist nachvollziehbar, weil Götz George ein bedeutender Bestandteil der deutschen Fernseh- und Filmgeschichte war. Dennoch lohnt es sich, ihre eigene Arbeit unabhängig davon zu betrachten.
Wer sich mit ihrer Biografie beschäftigt, findet deshalb zwei miteinander verbundene Geschichten: die Geschichte einer berühmten Schauspielerfamilie und die Geschichte einer Künstlerin, die einen eigenen Weg gefunden hat.
Fazit
Die Geschichte von Tanja George reicht deutlich weiter als die häufige Bezeichnung als Tochter von Götz George. Ihr Lebensweg verbindet Journalismus, Film, Dokumentation, Fotografie und Bildhauerei und zeigt eine konsequente Entwicklung hin zu einer eigenen künstlerischen Identität.
Von Wien über Deutschland bis nach Australien führte ihr Weg durch unterschiedliche kulturelle und kreative Umfelder. Besonders die Entscheidung, sich nach ihrer Filmkarriere stärker der Skulptur zu widmen, macht ihre Biografie außergewöhnlich. Ihre Arbeiten mit Bronze, industriellen Materialien, Fotografien und Alltagsobjekten zeigen eine Künstlerin, die verschiedene Einflüsse miteinander verbindet. (Tanja George)
Auch die Verbindung zu Götz George bleibt ein wichtiger Teil ihrer öffentlichen Geschichte. Gleichzeitig beweist ihre berufliche Entwicklung, dass ein berühmter Familienname nicht die gesamte Identität einer Person bestimmen muss. Ihre eigene Arbeit als Filmemacherin und Bildhauerin bildet ein eigenständiges Kapitel innerhalb der bekannten George-Familie.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist Tanja George?
Tanja George ist eine deutsch-österreichische Künstlerin, Filmemacherin und Bildhauerin. Sie ist die Tochter des bekannten Schauspielers Götz George und der Schauspielerin Loni von Friedl.
Ist Tanja George die Tochter von Götz George?
Ja, Tanja George ist die Tochter von Götz George. Trotz ihrer bekannten Schauspielerfamilie entwickelte sie eine eigene Karriere in Film, Journalismus und bildender Kunst.
Was macht Tanja George beruflich?
Tanja George arbeitet als Künstlerin und Bildhauerin. Zuvor war sie im Journalismus und Filmbereich tätig und realisierte unter anderem Kurzfilme und dokumentarische Projekte.
Wo wurde Tanja George geboren?
Tanja George wurde in Wien geboren und wuchs überwiegend in Deutschland auf. Später zog sie nach Australien, wo sie ihre künstlerische Ausbildung fortsetzte.
Welche Kunstwerke sind von Tanja George bekannt?
Zu ihren Arbeiten gehören Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien wie Bronze, industriellen Bestandteilen, Fotografien und Verpackungsmaterialien. Bekannt ist auch eine Skulptur für den Götz-George-Preis.


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